Großer Umbau geplant

See in Bochum verändert für 9 Millionen Euro sein Gesicht

Die Stadt Bochum plant die Modernisierung eines beliebten Ausflugsziels. Für einen neuen Erholungsbereich werden mehrere Millionen Euro investiert.

Bochum – Neben dem Kemnader See gehört der Ümminger See in Bochum-Langendreer zu den beliebtesten Naherholungsgebieten in der Ruhrgebietsstadt. Geht es nach der Stadtverwaltung, soll der kleine See direkt an der A43 in Zukunft noch moderner werden. Die Stadt will das Gewässer für Besucher aufwerten.

AusflugszielÜmminger See
StadtBochum
StadtteilLangendreer

Stadt Bochum will Ümminger See in Langendreer „hochwertig“ modernisieren

Wie die Stadt Bochum in einer Pressemitteilung bekannt gegeben hat, soll vor allem das nördliche Ufer des Ümminger Sees modernisiert werden. Kosten soll das Projekt gut 8,8 Millionen Euro. Die Stadt erhoffe sich von den Bauarbeiten, „die modernen Anforderungen an ein wohnungsnahes Erholungsgebiet zu erfüllen und das Freizeitangebot zu verbessern.“ Eine bisher einmalige Attraktion am Ümminger See schließt dagegen Ende des Jahres.

Die Stadt verspricht den Ausflüglern bis Ende des kommenden Jahres an dem See in Langendreer „neue hochwertige Aufenthaltsbereiche“. Dazu soll sogar das Ufer des Sees verschoben werden. Dadurch geht ein Stück der Seefläche verloren, der Promenadenbereich wird jedoch breiter ausgebaut.

Stadt Bochum möchte den Ümminger See auch ökologisch entwickeln

Die neue Promenade soll möglichst viele Ausflügler aus Bochum und dem restlichen Ruhrgebiet anziehen. Aus diesem Grund planen die Gestalter Sitzstufen und neue Bänke für den Uferbereich ein. Neue Pflanzen sollen das Erholungsgebiet natürlich werden lassen. Wie die Stadt schreibt, werden dazu Bäume gepflanzt und Schilfbuchten angelegt.

Nicht nur optisch soll das Ufer moderner gestaltet werden. Auch ökologisch möchte die Stadt Bochum auf dem aktuellsten Stand bleiben. Daher soll auch der Harpener Bach in die Baumaßnahmen mit einbezogen werden. Der Bachlauf und das zugeleitete Grubenwasser versorgen den Ümminger See (mehr News aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24).

Ümminger See in Bochum muss vor Bauarbeiten trockengelegt werden

Der Harpener Bach soll den „heutigen ökologischen Anforderungen angepasst“ werden, wie die Stadt Bochum schreibt. Dabei sollen auch neue technische Anlagen eingebaut werden, welche unter anderem dem Hochwasserschutz dienen. Der Bach soll renaturiert werden und wieder einen „offenen, natürlichen Verlauf“ bekommen.

Der Ümminger See in Bochum-Langendreer soll moderner gestaltet werden.

Bis die zahlreichen geplanten Baumaßnahmen starten können, ist noch Geduld gefragt. Der Ümminger See muss zunächst teilweise trocken gelegt werden. Dafür soll ein Damm errichtet werden.

Auch um die in dem See lebenden Tiere muss sich die Stadt kümmern. Die Fische aus dem Ümminger See werden in neue Lebensräume umgesiedelt. Abschließend wird der See nach möglichen Blindgängern abgesucht, diese sorgen im Ruhrgebiet immer wieder für Probleme.

Besucher des Ümminger Sees in Bochum müssen sich auf Sperrungen einstellen

Erst danach können die Bauarbeiten am Ufer des Ümminger Sees in Bochum starten. Auf RUHR24-Nachfrage hat sich die Stadt bisher nicht dazu geäußert, ob es einen konkreten Zeitplan für die einzelnen Baumaßnahmen gibt.

Läuft alles nach Plan, werden Besucher Ende 2023 am neuen Uferbereich des Sees in Langendreer entspannen können. Bis dahin müssen sich Ausflügler aber auf Einschränkungen beim Spazierengehen einstellen. Umleitungen und Sperrungen sollen jedoch ausgeschildert sein. Alternativ hat NRW viele weitere Seen für einen Ausflug zu bieten.

Rubriklistenbild: © Hans Blossey/Imago

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