Corona-Kritiker

Bochum: Neuer „Querdenker“-Ableger gegründet - Demo im November geplant

Ein Polizist aus Hannover ist nach seiner Rede bei einer Demonstration gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen in Dortmund vorerst vom Dienst entbunden worden.
+
Ein Polizist aus Hannover ist nach seiner Rede bei einer Demonstration gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen in Dortmund vorerst vom Dienst entbunden worden.

Nach zwei medienwirksamen Demos in Dortmund wollen nun auch in Bochum Anhänger der „Querdenker“-Bewegung auf die Straße gehen.

Bochum/Dortmund - Das Ruhrgebiet ist um einen Ableger der selbsternannten „Querdenker“ weiter. Das geht aus der Webseite der Bewegung hervor. Die Gruppe aus Bochum plant bereits ihre eigene Demonstration.

StadtBochum
Einwohner365.600 (Stand 2019)
Fläche145,4 km²

Bochum: „Querdenker“ gehen wegen des Coronavirus auf die Straße

Diese ist laut aktuellen Informationen der „Querdenker“-Homepage für den 21. November geplant. Der Ort soll von „Querdenker 234“, so heißt der Ableger der Bewegung in Bochum, noch bekannt gegeben werden. Entsprechende Gespräche mit der Polizei über den Ablauf und das Konzept sollen außerdem Anfang November stattfinden.

Nach Duisburg, Moers und Dortmund ist Bochum bereits die vierte Stadt im Ruhrgebiet, in der eine „Querdenker“-Gruppe für Aufsehen erregt. Laut eigenen Angaben bestehen die Querdenker aus Bochum auf die „Aufhebung der Einschränkungen durch die Corona-Verordnung“ und fordern für den Oktober dieses Jahres noch Neuwahlen.

Bochum/Dortmund: „Querdenker“-Demos sorgten bereits für Aufsehen

In welchem Rahmen die Demonstration der „Querdenker“ in Bochum stattfinden soll, ist ebenfalls unklar. Bei der ersten Versammlung dieser Art in Dortmund wurden am 9. August prominente Redner wie „Querdenker“-Initiator Michael Ballweg eingeladen.

Damals sorgte auch ein Polizist aus für Aufsehen, der bei einer Rede öffentlich die aktuellen Schutzmaßnahmen in Zusammenhang mit dem Coronavirus mit den politischen Verhältnissen im dritten Reich verglichen hat.

Keine Ausschreitungen bei „Querdenker“-Demo in Dortmund

Zuletzt haben die „Querdenker“ in Dortmund am 18. Oktober zu einem „friedlichen Herbstspaziergang“ aufgerufen, wie die Bewegung die Veranstaltung meist bewirbt. Laut Angaben der Polizei kam es unter den rund 1100 Teilnehmern zu keinerlei Ausschreitungen.

Allerdings waren auffällig viele Teilnehmer ohne Mund-Nasen-Schutz in Dortmund unterwegs. Etwa 200 davon haben angegeben, durch ein ärztliches Attest davon befreit zu sein. Allerdings haben Kontrollen der Polizei ergeben, dass zwei Atteste gefälscht waren. Es wurden Strafanzeigen gestellt.