Zeichen gegen Clan-Kriminalität

Clans im Blick: Rush-Hour-Kontrollen in Bochumer City!

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Schon wieder: Im Bermudadreieck in Bochum haben Polizei und Stadt Shisha-Bars kontrolliert.

Stadt und Polizei in Bochum haben zur Rush-Hour am Wochenende Kontrollen in Shisha-Bars und auf den Straßen durchgeführt. Das ist das Ergebnis.

  • Shisha-Bars in der Innenstadt von Bochum sind erneut in den Fokus der Polizei geraten.
  • Die Kontrollen kommen kurze Zeit später, nachdem die Stadt eine Änderung der Bebauungspläne für das Bermudadreieck beschlossen hat.
  • Auch Auto-Poser nahmen Stadt und Polizei unter die Lupe.

Bochum - Erst jüngst hatte die Stadt Bochum angekündigt, gegen die weiteren Neueröffnungen von Shisha-Bars im Bermudadreieck vorzugehen, da schwangen Ordnungsamt und Polizei am Wochenende die nächste Keule gegen Shisha-Bars in der City. Und das auch noch vor den Augen vieler Besucher.

Bochum: Polizei und Stadt starten Kontrollen in Shisha-Bars

Denn die neusten Kontrollen der Wasserpfeifen-Etablissements fanden zur Rush-Hour am Freitagabend (7. Februar) zwischen 19.30 und 22 Uhr statt. Öffentlichkeitswirksamer geht es kaum.

Bei den Kontrollen der Shisha-Bars gingen Polizei und Stadt gemeinsam vor. In einer Pressemitteilung der Polizei Bochum heißt es, man wolle mit der Aktion "ein Zeichen gegen Clan-Kriminalität" setzen.

Razzia in Shisha-Bars in Bochum: Mehrere Verstöße geahndet

Und das Zeichen sah am Ende so aus: Elf Shisha-Bars nahmen die Einsatzkräfte in der Innenstadt von Bochum unter die Lupe. Das Ergebnis: In einem Betrieb wurde unverzollter Tabak festgestellt. Beamte des Ordnungsamtes erteilten an anderer Stelle eine Verwarnung. Mehrere Berichte fertigten die Mitarbeiter der Lebensmittelkontrolle. In einer Bar verhängten sie zudem ein Bußgeld. In einem anderen Betrieb stellte das Bauordnungsamt Mängel fest.

Polizei startet regelmäßige Kontrollen von Shisha-Bars in Bochum

Die regelmäßigen Kontrollen der Shisha-Bars in Bochum sind Teil einer derzeitigen Strategie der NRW-Polizei. Kontrollen zu prominenter Zeit, so wie am Freitag, fanden zuletzt immer wieder statt. Ganz ungelegen kommen sie der Stadt Bochum nicht. Zuletzt beschloss sie, die Bebauungspläne für das Bermudadreieck zu ändern, um einer weiteren Ausbreitung von Shisha-Bars entgegenzutreten. Man sei, so die Stadt, nicht grundsätzlich gegen die Lokale, wolle aber verhindern, dass der Branchen-Mix im Ausgehviertel verloren gehe.

Mehrere Shisha-Bars haben in Bochums Bermudadreieck geöffnet 

Zum Hintergrund: In den vergangenen Jahren haben in der Brüderstraße, dem Einfallstor ins Bermudadreieck, mehrere Shisha-Bars geöffnet. Auch über die Pläne für weitere Shisha-Bars im Herzen des Ausgehviertels sollen der Stadt Informationen vorliegen.

Nicht nur in den Shisha-Bars sieht die Stadt Bochum ein Problem, sondern auch was Auto-Poser betrifft, die mit hochmotorisierten Fahrzeugen an den Straßen entlang des Bermudadreiecks auf Brautschau gehen - und dabei so manch einen Besucher in den vielen Bars auf die Palme bringen.

Video: Shisha-Tabak beim Zoll Düsseldorf - Die Menge macht's!

Diese "Carposer", wie die Polizei sie nennt, nahmen die Einsatzkräfte am Freitag auch unter die Lupe. Einsatzort war die Viktoriastraße, die Hauptverkehrsstraße am Rande des Bermudadreiecks. Auch einen KfZ-Sachverständigen holten sich Stadt und Polizei für die Kontollen an ihre Seite.

Sogar NRW-Innenminister Reul (CDU) ließ sich bei einer Razzia im Bermudadreieck im Januar 2019 blicken.

Ergebnis: "Bei 15 Fahrzeugen war die Betriebserlaubnis erloschen, in zwei Fällen mussten die Beamten die Weiterfahrt untersagen. Weiter gab es noch mehrere Ordnungswidrigkeiten sowie Kontrollberichte zu fertigen", heißt es von der Polizei Bochum. Sie kündigt schon jetzt an, dass es Schwerpunktkontrollen dieser Art "weiterhin unangekündigt und in unregelmäßigen Abständen" geben wird, um "kriminelle Strukturen bereits im Ansatz zu bekämpfen".

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