Bochum: Kurden-Demo in der Innenstadt - rund 1500 Teilnehmer

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Rund 1.500 Kurden demonstrieren in Bochum. Foto: RUHR24

Bochum/NRW - Bei einer großen Demonstration gegen die Militäroffensive der Türkei in Syrien haben sich am Freitag rund 1500 Menschen in Bochum versammelt. Alle Infos:

Mehrere Hundert Kurden demonstrieren heute (Freitag, 1. November) in der Innenstadt von Bochum. Sie sprechen sich gegen den Militäreinsatz der Türkei in Syrien aus. Insgesamt werden mehr als 2000 Teilnehmer zu der Demo erwartet.

  • In Bochum findet heute eine Kurden-Demo statt.
  • Der Protest hat um 15 Uhr am Hauptbahnhof begonnen.
  • Rund 2000 Demonstranten sollen vor Ort sein.

Update, Freitag (1. November) 18.33 Uhr: Bei der Kurden-Demonstration in Bochum waren wohl doch weniger Menschen vor Ort, als zunächst angenommen. Die Polizei spricht von maximal 1000 Personen, der Veranstalter geht von bis zu 1500 Teilnehmern aus.

Insgesamt verlief der Protest friedlich. Wie die WAZ berichtet, kam es zu keinen größeren Zwischenfällen.

Update, Freitag (1. November) 16.49 Uhr: Mittlerweile hat der Demo-Zug den Hauptbahnhof verlassen und zieht durch Bochum. Vor Ort sind rund 2000 Demonstranten.

Diese mussten ihren Aufmarsch allerdings kurzzeitig unterbrechen: Einige Demo-Teilnehmer hatten ein Banner gezeigt, auf dem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan als Adolf Hitler dargestellt wird. Die Polizei hatte den Protestzug daraufhin angehalten.

Bochum: Demo der Kurden beginnt um 15 Uhr

Ursprungsmeldung, Freitag (1. November) 15.37 Uhr: Bereits seit Mitte Oktober gehen immer wieder Kurden in Deutschland auf die Straße, um gegen den Militäreinsatz der Türkei in Syrien zu demonstrieren. Leider laufen die Proteste nicht immer ganz friedlich ab - wie kürzlich in Herne. Dort ist die Demonstration völlig aus dem Ruder gelaufen.

Wie die Demonstration in Bochum heute (1. November) verläuft, bleibt abzuwarten. Immerhin werden etwa 2000 Kurden erwartet, die gemeinsam durch die Innenstadt ziehen wollen. Begonnen hat der Protest um 15 Uhr am Hauptbahnhof.

Demo der Kurden in Bochum am Welt-Kobanê-Tag

In einigen Bundesländern in Deutschland ist Allerheiligen. Zugleich ist heute (1. November) aber auch der Welt-Kobanê-Tag - ein Datum, an dem seit etwa fünf Jahren viele Menschen für die Wahrung der Menschenwürde auf die Straße gehen. So auch bei der Demo der Kurden in Bochum.

Unter dem Motto "Solidarität mit Rojava" wollen sie bei der Demonstration ein Zeichen gegen die türkische Militäroffensive in Syrien setzen. Rojava ist eine Region im Norden des Landes, in der vorwiegend Kurden leben.

Demo in Bochum: Nicht nur Kurden nehmen teil

Es werden aber nicht nur Kurden bei der Demo erwartet. Im Vorfeld hatten sich mehrere Gruppen und Parteien aus Bochum ebenfalls mit den Kurden solidarisiert und zu dem Protest an Allerheiligen aufgerufen. Unter anderem "Die Linke", die "SPD Bochum" oder "Die Antifaschistische Aktion".

Auch die Partei "Die Grünen" hatte ebenfalls zu der Demo aufgerufen. "Solidarität mit Rojava! Kommt am 1. November alle um 15 Uhr zur NRWweiten Demo zum Bochumer Hauptbahnhof" heißt es auf der Facebook-Seite der Grünen.

Reden bei der Demonstration der Kurden in Bochum

Nach der Demonstration sind Reden von einigen Kurden, aber auch von den unterschiedlichen Partei-Mitgliedern Reden geplant - bei der Abschlusskundgebung um 18 Uhr auf dem Dr.-Ruer-Platz in Bochum. Das berichtete die WAZ. Während der Demonstration durch die Innenstadt von Bochum kann es zu Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen kommen.

Kurden-Demo verärgert Bürger aus Bochum

Im Vorfeld hatte die Demo für Aufregung gesorgt, weil sie an Allerheiligen stattfindet - einem stillen Feiertag in NRW. An diesem Tag müssen Kneipen, Märkte und Geschäfte geschlossen bleiben. Außerdem herrscht Tanzverbot. Dass nun eine Demonstration stattfinden darf, konnten viele nicht nachvollziehen.

Die Polizei Bochum gab an, dass der Protestzug deshalb erst auf den späten Nachmittag gelegt worden sei. Um diese Uhrzeit fänden keine Gottesdienste mehr statt, die sonst womöglich gestört werden würden.