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Neueröffnung in Bochum: So wuselig geht es im ersten „Katzentempel“ von NRW zu

In Bochum hat der erste „Katzentempel“ in NRW eröffnet. Sechs Katzen leben in dem Restaurant mitten in der Bochumer City. Zeit für einen Ortsbesuch.

Bochum – Sechs Katzen, ein Restaurant, nur veganes Essen und vegane Getränke – was bitteschön ist das denn für ein schräges Konzept? In der Huestraße in der Innenstadt von Bochum hat der erste „Katzentempel“ von NRW eröffnet. RUHR24 hat sich vor Ort umgesehen.

Neueröffnung: Bochum hat ersten „Katzentempel“ von NRW – sechs Katzen leben hier

Noch bevor der Reporter Chefin Ruth Altfelder (46) begrüßen kann, sausen die sechs Samtpfoten um ihn herum. „Scholli“ der Draufgänger im „Katzentempel“, springt direkt auf den Tisch und riecht an einer Packung Orangen. „Das soll er eigentlich nicht“, sagt Altfelder, „aber er wird ja noch erzogen.“

Oben auf den schmalen Holzlaufstegen an den Wänden fast unter der Decke streift „Ömmes“ umher. Von hier aus beobachtet der geschmeidige Kater das Geschehen, wenn es im Restaurant zu trubelig wird. Denn das ist aktuell der Fall.

„Katzentempel“ in Bochum sorgt für Hype – Reservierung in der Regel erforderlich

Am Eröffnungswochenende war der Bochumer „Katzentempel“ nahezu ausgebucht, erzählt Altfelder. Unter der Woche sei es noch etwas ruhiger. Wenn es den Katzen zu viel wird, können sie sich aber in einen separaten Raum verziehen, wo es auch Essen und die Katzenklos gibt.

Apropos Katzenklos: Nach Katze riecht es im „Katzentempel“ Bochum nicht, auch wenn die sechs Samtpfoten dort Tag und Nacht leben. In den Anfangstagen duftet es eher nach einer Mischung aus neuen Möbeln und Restaurant – ganz normal also.

Katzenflüsterin und Gastronomin in einem: Ruth Altfelder lebt mit Katzen, seitdem sie denken kann. Im „Katzentempel“ in Bochum leben sechs Katzen.

„Katzentempel“ in Bochum: Gastronomin liebt selbst Katzen und hat zwei zu Hause

Katzen im Restaurant – warum eigentlich das Ganze? Chefin Ruth Altfelder selbst liebt die Tiere, lebt mit ihnen, seit sie denken kann. Bei ihr zu Hause leben zwei Katzen, die aber auch da bleiben sollen: „Das würde nicht gut gehen, wenn sie hier einziehen würden“, stellt die Neu-Gastronomin klar.

„Scholli“ ist der Draufgänger im „Katzentempel“ von Bochum. Auf die Tische soll er eigentlich nicht steigen, meint Inhaberin Ruth Altfelder.

Altfelder arbeitete früher als Flugbegleiterin – doch dann kam Corona und sie verlor ihren Job. Die Dortmunderin musste sich umorientieren, stieß dann auf das Franchise-Unternehmen „Katzentempel“ und die Idee der Filiale in Bochum war geboren.

„Katzentempel“ sollte eigentlich in Dortmund und nicht in Bochum eröffnen

Dass es am Ende Bochum wurde, war schlicht einem Zufall geschuldet: „Wir haben keine geeignete Immobilie in Dortmund gefunden“, gibt Altfelder zu. Doch mit dem Standort in Bochum sei sie auch sehr glücklich, wohne zudem nicht weit weg.

Der „Katzentempel“ befindet sich auf der Huestraße, mitten in der Innenstadt von Bochum. Die Filiale ist die erste der Kette in NRW.

Von „weit weg“ dagegen kommen die sechs Katzen im Bochumer „Katzentempel“. Die Tiere lebten einst in Hotelanlagen, auf der Straße auf Zypern und in Ägypten. Über den Tierschutz kamen sie schließlich in den Bochumer „Katzentempel“, wo sie jetzt ein besseres Leben führen sollen.

„Katzentempel“ in Bochum hat klare Regeln – Katzen dürfen nicht bedrängt werden

Als beliebtestes Haustier der Deutschen ziehen sie hier jetzt die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich. Kaum jemand bleibt nicht an der großen Glasfront an der Huestraße stehen und blickt ungläubig auf die umherlaufenden Katzen.

„Ette“ ist die Diva unter den Katzen im Bochumer „Katzentempel“. Gekrault wird sie am liebsten unterm Kinn.

Wer hineinkommt in den „Katzentempel“ muss sich an gewisse Regeln halten: Die Katzen dürfen nicht gefüttert werden und sollten nur hochgenommen werden, wenn sie sich von alleine nähern. Beim Fotografieren ist der Blitz nicht erlaubt. Und für Kinder gilt: Katzen verfolgen ist verboten. „Da setzen wir auf die Vernunft der Eltern“, sagt Ruth Altfelder.

Veganes Restaurant „Katzentempel“ in Bochum serviert Katzen Fleisch

Übrigens: Während das Restaurant „Katzentempel“ ausschließlich vegane Speisen serviert, bekommen die Katzen Fleisch in den Napf. „Da haben wir keine andere Wahl. Katzen sind Fleischfresser und solange es keine vernünftigen Studien gibt, die das Gegenteil behaupten, bekommen unsere Katzen auch Fleisch zu essen“, sagt Altfelder.

„Hulle“ ist der Kampfschmuser im Bochumer „Katzentempel“.

Für die Besucher im „Katzentempel“ gibt es dagegen warme wie kalte Speisen, von Bowls über Frühstück bis zum Kuchen – alles vegan wohlgemerkt. Auf einen alten Kalauer konnte der „Katzentempel“ dabei nicht verzichten. Nach einer durchzechten Nacht gibt es in der Bochumer Filiale das klassische „Katerfrühstück“: Baked Beans, veganes „Rührei“, Brot mit Margarine und Sesam, Hummus, Salat.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24

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