Bild: Daniele Guistolisi/RUHR24

In Bochum hat ein Polizist seine Verfolgungsjagd durch die Innenstadt einfach mit einem Fahrrad fortgesetzt. Das Kuriose: Es war nicht seins.

  • Fahrrad wurde der Polizei Bochum geliehen.
  • Flüchtiger konnte noch in der Innenstadt gestellt werden.

Wenn überhaupt borgt sich die Polizei mal ein Auto aus, um auf Verbrecherjagd zu gehen. Jedoch nicht in Bochum – dort schnappte sich ein Polizist ein Fahrrad. Und konnte damit den Flüchtigen kurzerhand stellen.

Polizei Bochum war zivil unterwegs

Am Montagmittag (8. Juli) gegen 13.15 Uhr waren Polizisten in ziviler Kleidung am Hauptbahnhof in Bochum unterwegs, als sie einen pöbelnden Jugendlichen bemerkten. Dieser grölte nicht nur lautstark herum, sondern spuckte auch immer wieder auf den Boden und beleidigte Passanten. Immerhin tat er dies – nicht so wie dieser Herr – mit Bekleidung.

Die Polizisten entschieden sich daher dazu, den jungen Mann zu kontrollieren. Als diesem auffiel, wen er da vor sich hatte, rannte er davon. Die Beamten nahmen umgehend die Verfolgungsjagd durch die Innenstadt von Bochum auf. Leider hatten sie kein Auto dabei.

Fahrradfahrerin hatte eine Idee

Eine Fahrradfahrerin wurde auf die Situation aufmerksam und hatte eine Idee. Die Frau aus Bochum bot einem der Polizisten kurzerhand ihr Fahrrad an, um die Verfolgungsjagd schneller bestreiten zu können.

Der Polizist hat die Hilfe tatsächlich angenommen und schwang sich umgehend aufs Rad. Der junge Flüchtige konnte wenig später noch in der Innenstadt gestellt werden. Das Fahrrad brachte der Beamte der 33-jährigen Bochumerin nach der Aktion selbstverständlich zurück.

Wie dieser randalierende Jugendliche aus Dortmund, bekam auch der junge Mann aus Bochum eine Anzeige für sein Verhalten. Er wurde später von Verwandten auf der Polizeiwache abgeholt.