Bochum hat ersten Baum-Manager: Dieser Mann ist Wächter über 230.000 Bäume

+
Marcus Kamplade ist Bochums erster Baum-Manager. Foto: Stadt Bochum, dpa; Montage: RUHR24

Bochum/NRW - Umgestürzte Bäume haben zuletzt immer wieder für Schaden im Ruhrgebiet gesorgt. Die Stadt Bochum hat reagiert - und den ersten Baum-Manager installiert.

Umgestürzte Bäume haben in letzter Zeit immer wieder für großen Schaden im Ruhrgebiet gesorgt. Die Stadt Bochum hat jetzt reagiert - und den ersten Baum-Manager der Stadt installiert.

  • Der neue Baum-Manager soll über den Baumbestand in Bochum wachen.
  • In der Universitätsstadt ist der Experte aber kein Unbekannter.
  • Zuletzt hatten schwere Baumstürze in Bochum für Schlagzeilen gesorgt.

Bochum: Manager wacht über 230.000 Bäume

In Bochum gibt es circa 32.000 Straßenbäume und etwa 230.000 Bäume insgesamt ohne Wald. Über alle dieses Grün wacht nun Bochums erster Baum-Manager: Marcus Kamplade (53).

Beim VfL-Bochum-Fan laufen ab sofort alle Fäden zusammen, nahezu alle Anfragen gehen künftig bei ihm ein.

Ein Ziel des Baum-Managers soll es in Zukunft sein, möglichst genauso viele Bäume neu zu pflanzen, wie gefällt wurden oder durch Stürme umgekippt sind. Die Stadt Bochum investiert jedes Jahr eine Million Euro in die Neupflanzung.

Baum-Manager ist kein Unbekannter in Bochum

Kamplade ist kein Unbekannter in Sachen Baumpflege bei der Stadt Bochum. Er hat Mitte der 90er Jahre den Bereich Baumpflege in Bochum organisatorisch aufgebaut und bis zur Gründung des Technischen Betriebes 2008 geleitet.

Zuletzt hatte der Hitze-Sommer 2018 für hohe Schäden im Baumbestand der Stadt Bochum gesorgt. Die Stadt musste im Stadtteil Dalhausen, unweit der Ruhr, in diesem Sommer zum Beispiel zehn abgestorbene Rotbuchen fällen lassen. Die mehr als 100 Jahre alten Riesen standen auf einem Steilhang und drohten zu kippen.

Stadt Bochum setzt auf "Tree-Bags"

Als eine von wenigen Städten im Ruhrgebiet setzt die Stadt Bochum seit diesem Sommer auf sogenannte "Tree Bags". Damit reagiert die Stadt auf die Trockenheit der letzten Sommer.

Der Clou: Junge und daher besonders angreifbare Bäume werden durch Säcke bewässert, die am Fuß des Stamms mit Wasser befüllt werden.

Für Aufsehen sorgten in diesem Jahr unterdessen spektakuläre Baumstürze in Innenstadtnähe. So stürzte in diesem Sommer ein 20 Meter hoher Baum auf einen belebten Platz, auf dem eine Eisdiele ihre Außenbestuhulung aufgebaut hatte, während erst vor einer Woche ein Baum bei einem kurzen Gewitter auf die Leitung der Straßenbahnlinie 308/318 stürzte.