Bochum: Einbruch endete tödlich - was passierte wirklich im kleinen Hordel?

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Beginn Prozess um Mord an Schützenbruder in Bochum. Foto: dpa

Bochum/NRW - Heute beginnt vor dem Landgericht Bochum der Prozess nach einem brutalen Raubmord. Angeklagt sind ein 24-Jähriger und ein 37-Jähriger.

Heute (28. Oktober) beginnt vor dem Landgericht Bochum der Prozess nach einem brutalen Raubmord im Februar in Bochum-Hordel. Bei den Angeklagten handelt es sich um einen 24- Jährigen und einen 37-Jährigen.

  • In Bochum sind am 4. Februar zwei Unbekannte in ein Haus eingebrochen.
  • Als die Bewohner die Einbrecher überraschten, sollen sie 68-jährigen Mann umgebracht haben.
  • Durch einen DNA-Abgleich konnte die Polizei zwei Männer als Tatverdächtige festnehmen.

Bochum: Prozess nach Raubmord beginnt

Es war ein grausames Verbrechen. Am 4. Februar sollen zwei Männer in ein Haus in der Sechs-Brüder-Straße in Bochum-Hordel eingebrochen sein. Doch während ihrer Tat kamen die Bewohner - ein 68-jähriger Mann und seine 71-jährige Lebenspartnerin - zurück und überraschten die Täter während des Einbruchs.

Laut Polizei sei die Frau zuerst ins Haus gegangen, wo sie von den Tätern zu Boden gebracht und mit Kleidungsstücken bedeckt wurde. Der Mann habe sich zu dieser Zeit noch im Garten aufgehalten. Anschließend warteten die mutmaßlichen Einbrecher auf den Mann, um ihn dann zu fesseln. Ihm soll der Kopf mit Klebeband umwickelt worden sein.

Bochum: Einbruch endet mit Todesfall

Nachdem die Täter die Bewohner außer Gefecht gesetzt hatten, sollen sie die Wohnung in Bochum-Hordel noch circa zwei Stunden lang - bis mindestens 17.30 Uhr - durchsucht haben. Erst als die Täter weg waren, konnte die 71-Jährige die Polizei rufen.

Doch der Einbruch endete für den 68-Jährigen tödlich. Ihr Mann war in der Zeit erstickt und noch im eigenen Haus verstorben. Die Staatsanwaltschaft Bochum hat nach der Tat eine Belohnung von 4000 Euro für Hinweise, die zur Ermittlung oder Ergreifung der Täter führen, aufgesetzt. Etwa zwei Monate nach dem Raubmord konnten die zwei Tatverdächtigen festgenommen werden.

Bochum: DNA-Spuren führen zu Tatverdächtigen

Dies gelang der Polizei unter anderem Dank eines Abgleichs mit der DNA. Am 29. April mussten die beiden gegen 4 Uhr und zwar in Gelsenkirchen die Handschellen anlegen. Zuvor hatten die Ermittler dafür rund 500 Spuren ausgewertet. Die beiden Angeklagten sollen einschlägig polizeibekannt sein. mit dpa-Material