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Mit den Gedanken einen Rollstuhl lenken: Genau an dieser Fähigkeit forschen aktuell Wissenschaftler im Bergmannsheil Bochum. Was sich wie aus einem Science-Fiction-Film anhört, könnte schon bald Realität werden.

Denkt man an eine Handbewegung, rollt der Rollstuhl nach links. Denkt man an eine Fußbewegung, rollt der Rollstuhl nach rechts. Was unfassbar klingt, ist Gegenstand eines neuen Forschungsprojekts in Bochum.

Die Methode könnte künftig für querschnittsgelähmte Menschen von Bedeutung sein, die weder Arme noch Beine bewegen können.

Computer liest die Gedanken

Über einen sogenannten Brain-Computer-Interface soll der Rollstuhl gesteuert werden. Patienten bekommen dazu eine Haube auf den Kopf, die über Sensoren Gehirnaktivität erfasst. Ein Computer empfängt die Signale und überträgt sie an den Rollstuhl – der dann die Bewegung ausführt. Das Brain-Computer-Interface kann also im Grunde Gedanken lesen.

Brain-Computer-Interface.  Foto: dpa
Über die Haube werden die Gehirnströme gemessen. Foto: dpa

Ruhrpott-Schirftsteller Frank Goosen aus Bochum durfte als einer der ersten Probanden die Technologie testen – und zwar während einer TV-Reportage für den WDR über das Ruhrgebiet – und zeigte sich äußerst beeindruckt.

Erste wirklich von einer Lähmung betroffenen Patienten testet aktuell ebenfalls die neue Technik. Einer der ersten Probanden konnte den Rollstuhl am Ende des Trainings sogar durch einen Parcours steuern, berichtet die WAZ unter Berufung auf das Krankenhaus.

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Jetzt geht es für das Bergmannsheil in Bochum, das Forschungsprojekt voranzutreiben. Am Ende soll es querschnittsgelähmten Menschen möglich sein, sich nur durch die Kraft der Gedanken durch die Öffentlichkeit zu bewegen.