Bild: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Presseamt

Barcelona, London oder Amsterdam? Kann sich Bochum mit diesen Metropolen messen? Wenn es nach der Immobilien- und Standortgemeinschaft Bermudadreieck (ISG) geht, dann soll das Bochumer Szeneviertel bald europaweit Ansehen genießen. Bochumer Bezirksvertreter äußern sich mit gemischten Gefühlen zu den Plänen. Ein Vertreter überrascht mit einer gewagten Aussage.

Vertreter der ISG haben, wie die WAZ berichtet, das Arbeitspapier „Vision 2030“ nun Bezirksvertretern vorgelegt.

Amsterdam, London, Barcelona und Bochum? Bermudadreieck soll in Europa bekannt werden

Über den Vergleich, ob Bochum sich Amsterdam, Barcelona oder London als Vorbild für Szeneviertel nehmen solle, stellte Martin Hans Oldengott (SPD) gegenüber der WAZ eine gewagte These auf: „Eigentlich dürfte nicht London das Vorbild sein, sondern es müsste umgekehrt sein.“

Die von der ISG vorgestellten Lichtinstallationen und Illuminierungen sieht er kritisch: „Das sieht aus wie Cranger Kirmes.“

Christiane Laschinski (SPD) findet die Illuminationen sehr schrill. Es komme daher kein Wir-Gefühl auf.

SPD findet Illuminierungen nicht so gut, CDU hält dagegen

Heike Brauckhoff (CDU) arbeitet auch als Gästeführerin und widerspricht den SPD-Kollegen. „Als Gästeführerin kenne ich viele Touristen, die sich solche Illuminierungen in jeden Fall ansehen würden.

James Wille (CDU) findet, dass Lichtinstallationen besser seien als Graffiti. Und wenn man es nicht übertreibe, dann könne daraus ein Highlight entstehen.

Grünen wollen das Bermudadreieck grüner sehen

Letztendlich sagte Karsten Finke (Die Grünen) noch, dass man auch über eine Begrünung des Bermudadreiecks nachdenken könne.

Bis 2030 soll die Partymeile in Bochum – in der Jahr für Jahr auch das Festival Bochum Total stattfindet – zu einer Art europäischen Viertel werden. Besucherzahlen von vier bis fünf Millionen im Jahr seien ein realistisches Ziel.

Die Pläne im Arbeitspapier „Vision 2030“ für das Bermudadreieck sind sehr vielseitig. Es soll ein Szene-Markt hinter der Brüderstraße, ein Grönemeyer-Museum und eine Eisbahn am Konrad-Adenauer-Platz hinkommen. Und das, so die WAZ, sind nur einige Neuerungen.

Szeneviertel soll etwas für Jung und Alt sein

Denn auch die Drogenberatungsstelle sol umziehen. „Gäste des Musikforums fühlen sich sichtlich unwohl, wenn sie die Straße queren und zum Parkhaus P8 laufen. […] Die Läden links und rechts von der Krisenhilfe sind seit Jahren nicht vermarktbar“, so Volker Brunswick vom ISG-Vorstand gegenüber der WAZ.

Das Bermudadreieck soll in Zukunft nicht nur Jugendliche, sondern auch Familien und ältere Menschen anlocken.

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Diese Bands sollen zu Bochum Total kommen. Das Line-Up füllt sich so langsam für die Veranstaltung in der Innenstadt von Bochum.