Bergbau-Museum Bochum: Umbau nach drei Jahren vorbei! Das könnt ihr dort erleben

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Deutsches Bergbau-Museum Bochum. Foto: dpa

Bochum/NRW - Das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum ist nach gut dreijähriger Umbauzeit geöffnet. Wir sagen euch, was die Höhepunkte im Touristenmagneten sind.

Das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum öffnet nach gut dreijähriger Umbauzeit wieder seine Pforten. Wir sagen euch, was die Höhepunkte im Touristenmagneten sind.

  • Vier neue Rundgänge sollen Besucher ab dem Wochenende ins neu eröffnete Bergbau-Museum locken.
  • Gratis-Eintritt und Museumsfest an diesem Wochenende in Bochum.

Pünktlich zum Start der Ferien in Nordrhein-Westfalen eröffnet das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum zwei weitere Teile seiner neuen Dauerausstellung. Damit ist sie fertig umgekrempelt und modernisiert.

Das Ruhrgebiet erweitert damit wieder seine touristischen Ziele. Demnächst soll zudem sogar Deutschlands größtes Erlebnisbergwerk im Pott eröffnen - allerdings in Recklinghausen. Und die Zeche Zollverein ist ohnehin der Touristen-Hotspot für Ruhrgebiets-Besucher.

Vier Rundgänge im Bergbau-Museum

Vier Rundgänge gibt es jetzt im Bergbau-Museum, das vor dem Umbau auf viele Besucher altbacken und verstaubt wirkte. Bereits Anfang dieses Jahres wurden die Rundgänge "Steinkohle" und "Bergbau" eröffnet. Jetzt kommen die neuen Teile "Kunst" und "Bodenschätze" dazu.

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Von der Modernisierung des weltweit größten Museums dieser Art dürfen sich die Besucher am kommenden Wochenende (13./14. Juli) beim Museumsfest (Hier gibt's das Programm) selbst überzeugen. Der Eintritt ins Museum ist an beiden Tagen frei.

3000 Exponate warten auf Besucher in Bochum

3000 Exponate sind im Bergbau-Museum zu sehen, das sind weniger als vor dem Umbau. Dafür werden sie besser ins Licht gesetzt - und vor allem moderner, sprich: auch multimedial.

Nach wie vor möglich ist eine Fahrt ins 17 Meter tiefe Anschauungsbergwerk. 1,2 Kilometer lang ist das Streckennetz unter dem Museum, das eigens für die Besucher angelegt wurde.

Highlight für viele Gäste dürfte aber nach wie vor eine Fahrt auf den rund 70 Meter hohen Förderturm sein. Der stand einst in Dortmund und gehörte zur Zeche Germania im Stadtteil Marten, bevor er nach Bochum kam.

Highlight zu Beginn der Ausstellung

Neues Highlight im Museum ist dagegen der Stammrest eines Schuppenbaumes aus dem Karbonzeitalter (circa 306 Mio. Jahre). Er empfängt die Besucher direkt zu Beginn der Ausstellung.

Interessant dürfte für die Bergbau-Nostalgiker unterdessen der Blick in die Historie sein. Das Bergbau-Museum wirft einen Blick in die Geschichte des Bergbaus von der Steinzeit bis in die Moderne - und traut sich sogar, über die Zukunft des Bergbaus in tiefen Seen oder im Weltraum zu fabulieren.

Um Bodenschätze und ihren Wert geht es schließlich im dritten Rundgang. Hier geht es um Basiswissen wie das Alter der Erde bis hin zu Mitmachstationen, an denen Rohstoffe unter die Lupe genommen werden.

Und wie es für ein Museum nicht ungewöhnlich ist, geht es auch im Bergbau-Museum um Kunst. Gemälde, Skulpturen, Figuren - das darf in Bochum nicht fehlen.

Museumsdirektor Stefan Brüggerhoff freut sich auf die Eröffnung am Wochenende und meint: "Das Deutsche Bergbau-Museum will mit den insgesamt vier Rundgängen zeigen, wie umfassend das Thema Bergbau die Menschheit begleitet hat und weiterhin begleiten wird."

Und was muss man investieren, um das Bergbau-Museum in seiner neuen Pracht zu sehen? Erwachsene zahlen künftig 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Kinder bis fünf Jahren haben freien Eintritt.