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Lautes Sirenen-Geheul in ganz Bochum hätte am Dienstag (30. Juli) für verdutzte Gesichter sorgen können. Doch den Probealarm-Tag musste die Stadt in der Folge absagen. Jetzt steht ein Nachholtermin fest.

  • Die Feuerwehr in Bochum will neue Sirenen testen.
  • Das Alarmsirenennetz ist über die gesamte Stadt verteilt.
  • Der Alarmtag wurde aber nun abgesagt.

Update, Mittwoch (28. Juli), 12.45 Uhr: Jetzt steht der Nachholtermin für den Sirenen-Test in Bochum statt. Er findet am Donnerstag (29. August) zwischen 14 Uhr und 14.30 Uhr statt. In Recklinghausen findet der Sirenen-Test hingegen am 5. September statt.

Update, Montag (29. Juli), 9 Uhr: Wie die Stadt Bochum mitteilt, muss der angekündigte Probealarm „aus technischen Gründen“ verschoben werden. Über einen Ersatztermin will die Stadt in den kommenden Tagen informieren.

Erstmeldung, Freitag (26. Juli), 14.42 Uhr: In Bochum wird derzeit ein neues Netz von Sirenen installiert, um die Bevölkerung bei sogenannten „Großschadens-Ereignissen“ zu warnen.

Sirenen heulen in ganz Bochum 

Fünf Sirenen gibt es derzeit in Bochum. Sie müssen jetzt getestet werden. Dafür hat sich die Stadt den kommenden Dienstag (30. Juli) ausgesucht. Um 14 Uhr sollen die Sirenen dann über die Stadt verteilt losheulen.

Hier sind die Sirenen in Bochum installiert:

  • Rathaus Wattenscheid
  • Werner-von-Siemens-Schule (Gerthe)
  • Bezirksverwaltungsstelle Bochum-Ost (Langendreer)
  • Freiwillige Feuerwehr Stiepel
  • Bezirksverwaltungsstelle Bochum-Südwest (Weitmar)

Die Sirenen werden also nicht unbedingt in der gesamten Stadt zu hören sein, sondern nur in der Nähe der bereits installierten.

Zu hören ist dann ab 14 Uhr zunächst ein auf- und abschwellender Heulton als Signal der Warnung vor Gefahr. Anschließend gibt es einen gleichbleibenden Dauerton als Zeichen der Entwarnung.

So hört sich das Ganze dann an:

Bis 2021 will die Stadt rund 20 Sirenen in Bochum im Einsatz haben und so die Möglichkeit einer flächendeckenden Warnung sicherstellen – etwa nachts, wenn Handys, Radios und Fernseher in der Regel ausgeschaltet sind.

Netz bestand bis 1990er Jahre

Zum Hintergrund: Bis Anfang der 1990er Jahre gab es ein flächendeckendes Sirenennetz des Bundes. Es sollte ursprünglich die Bevölkerung vor möglichen Luftangriffen warnen. Später wurden Warn-Einrichtungen dann abgebaut, weil sie nicht mehr gebraucht wurden.

Nun möchten viele Städte in Deutschland – auch Dortmund – das Mittel für Notfälle wieder nutzen. Das können auch Naturkatastrophen oder auch Terroranschläge sein. Der letzte NRW-weite Warntag war am 6. September.