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Das Anschreiben ist oft die größte Hürde bei der Bewerbung. Hier zeigen fünf Azubis das Anschreiben, mit dem sie erfolgreich eine Ausbildungsstelle bekommen haben – und Personalverantwortliche geben Tipps dazu.

Bewerbung um eine Ausbildung als Servicekauffrau im Luftverkehr

Sehr geehrter Herr               ,

durch die Anzeige auf Ihrer Webseite bin ich auf Ihr Stellenangebot aufmerksam geworden und bewerbe mich für einen Ausbildungsplatz als Servicekauffrau im Luftverkehr.

Kurz zu meiner Person: Ich bin 19 Jahre alt und schloss im Juni die Fachmittelschule für Informatik in Budapest mit Abitur ab. Das Verfahren zur Anerkennung des Schulabschlusses läuft noch.

Zurzeit mache ich eine Ausbildung zur Konditorin. Die Abschlussprüfung dazu ist im Frühjahr 2017. Neben der Ausbildung arbeite ich in Teilzeit bei dem Kundenservice einer Fluggesellschaft, wo ich auf Ungarisch, Deutsch und Englisch die Anrufe annehme. Hierbei konnte ich viel Erfahrung im Bereich der Abwicklung von Buchungen und Serviceprozesse bei einer Fluggesellschaft sammeln.

Den Wunsch, am Flughafen zu arbeiten, haben die letzten Monate beim Kundenservice nur gestärkt, da die Arbeit mir gezeigt hat, dass ich mich im Beruf wohlfühle und mich schnell auf unterschiedliche Aufgaben und Menschen einstellen kann.

Zu meinen Stärken gehören Zuverlässigkeit und Flexibilität, Belastbarkeit sowie selbstständiges Arbeiten, aber auch gute Teamfähigkeit.

Gerne stehe ich Ihnen zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung und freue mich über eine Einladung.

Mit freundlichen Grüßen

Zsofia Vari, 22 Jahre,

Auszubildende beim Airport Dortmund*, 3. Ausbildungsjahr, IHK-Azubibotschafterin

Interview: Zsofia Vari

Zsofia, wie lange hast du an deinem Anschreiben gesessen?

Ich musste mich doch etwas länger damit beschäftigen. Da ich aus Ungarn komme, musste ich erstmal recherchieren, wie man ein Anschreiben aufbaut und worauf man achten sollte. Erst habe ich den Text in Ungarisch verfasst und das Ganze dann übersetzt. Später musste ich dann nur noch die Grammatik korrigieren. Insgesamt habe ich ein bis zwei Tage daran gearbeitet.

Was ist dir schwergefallen?

Der Anfang. Aber sobald man die ersten Zeilen fertig hat, geht’s einfacher.

Wie gefällt dir das Anschreiben im Nachhinein?

Es ist jetzt zwei Jahre her, aber ich bin insgesamt noch ganz zufrieden damit. Natürlich würde ich jetzt einige Sätze anders formulieren.

Was würdest du Schülerinnen und Schülern für das Abfassen ihrer Anschreiben raten?

Wichtig ist, dass man sich gut vorstellt und den Grund für die Wahl der Stelle bzw. der Firma erklärt. Es geht ja hauptsächlich darum, bei der Person bzw. der Firma ein erstes Interesse zu wecken. Außerdem sollte man ruhig andere Erfahrene bei diesem Thema um Hilfe bitten.

Profi-Tipp

„In der Kürze liegt die Würze: Ein Anschreiben über zwei Seiten ist mir persönlich viel zu lang. Man gewinnt den Leser sicher eher für sich, wenn man schnell auf den Punkt kommt. Darüber hinaus sollte das Anschreiben von einem gesunden Selbstbewusstsein zeugen. Deshalb nicht zu viele Konjunktive verwenden: Statt ,Ich würde mich über einen Anruf freuen‘ ruhig ,Ich warte auf Ihren Anruf‘ schreiben.“

Silke Clare, Verkehrsleitung, verantwortlich für die Ausbildungskoordination am Airport Dortmund

* Der Airport Dortmund ist der drittgrößte Verkehrsflughafen in Nordrhein-Westfalen. Viele Ziele in ganz Europa werden ab Dortmund angeflogen und rund zwei Millionen Passagiere im Jahr abgefertigt. Mehr als 1.800 Menschen arbeiten am Flughafen, davon rund 400 direkt beim Unternehmen Dortmund Airport. www.dortmund-airport.de

Übrigens: Zsofia, Dominik, Alex und Michaela sind Ausbildungsbotschafter der Indus­trie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund – hier ein Foto bei der Ehrung aller Ausbildungsbotschafter und Ausbildungsbetriebe im Rahmen einer Feierstunde im vergangenen  Jahr.

Die Azubis gehen in die Schulklassen und berichten dort aus ihrem spannenden und abwechslungsreichen Alltag. So informieren sie Jugendliche praxisnah darüber, welche großen Chancen eine duale Berufsausbildung bieten kann und was für interessante Berufe es gibt.

Das Projekt läuft in der Region seit dem Jahr 2016 mit großem Erfolg. Die „Beruflichen Bildungslotsen“ sind Bestandteil des Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ und werden mit Beteiligung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit gefördert. Bislang beteiligten sich rund 50 Unternehmen mit 210 Azubis.

Bewerbung um eine Ausbildung als Industriekaufmann

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie ich der Presse entnommen habe, suchen Sie Auszubildende für das Berufsbild des Industriekaufmannes für das Ausbildungsjahr 2018. Zurzeit besuche ich die 13. Klasse des               -Berufskollegs im Fachbereich des Technischen Assistenten für Betriebsinformatik und werde diese im nächsten Jahr mit dem Abitur abschließen.

Während dieser Ausbildung habe ich den technisch-kaufmännischen Bereich näher kennengelernt, unter anderem durch ein sechswöchiges Praktikum bei der Firma               in Werne. Hierbei habe ich festgestellt, dass diese Tätigkeiten meinen Interessen und Fähigkeiten entsprechen.

Ihrem Internetauftritt habe ich entnommen, dass Sie unter anderem im Bereich der Abfallwirtschaft tätig sind. Ich glaube, dass ich hier auch als Industriekaufmann eine interessante und zukunftsträchtige Ausbildung finden könnte, und würde mich daher darüber freuen, wenn ich mit Ihnen über eine entsprechende Ausbildung persönlich sprechen könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Fränzer, 21 Jahre,

Auszubildender bei den Wirtschaftsbetrieben Lünen*, 2. Ausbildungsjahr, IHK-Azubibotschafter

Interview: Alexander Fränzer

Alex, wie lange hast du an dem Anschreiben gesessen?

Ich habe an diesem Anschreiben gut einen Tag gesessen mit ständigem Nachlesen, Überprüfen etc.

Wie gefällt dir das Anschreiben im Nachhinein?

Ich finde, es passt immer noch zu meiner jetzigen Situation, da sich bei mir nicht viel verändert hat, zu dem, was ich später als Beruf machen möchte.

Was würdest du Schülerinnen und Schüler für das Abfassen ihrer Anschreiben raten?

Mir hat es damals sehr gut geholfen, wenn andere das Anschreiben gegengelesen und Verbesserungsvorschläge gemacht haben, beispielsweise zum Satzbau.

Zitat

Der Einsatz von Ausbildungsbotschaftern wird von allen Beteiligten positiv angesehen. Die Schüler erleben durch die nur wenig älteren Azubis Berufsorientierung auf Augenhöhe. Unsere Mitgliedsunternehmen sprechen direkt und frühzeitig potenzielle Nachwuchskräfte an und die Auszubildenden sammeln neben der Stärkung ihrer persönlichen Kompetenzen Erfahrung im Präsentieren vor Gruppen. Persönlich bereitet mir die Arbeit mit Azubis, Unternehmen und Schulen viel Freude. Es ist schön, die Weiterentwicklung der Auszubildenden mitzuerleben, und es herrscht immer eine kameradschaftliche Stimmung.

Tobias Rau, Projektleiter, IHK zu Dortmund

Bewerbung um eine Ausbildung als Industriekaufmann

Sehr geehrte Frau             ,

hiermit möchte ich mich für einen Ausbildungsplatz als Industriekaufmann für das Jahr 2017 in Ihrem Betrieb bewerben.

Momentan bin ich schulischer Auszubildender am               -Berufskolleg in Münster, im Bildungsgang staatlich geprüfte/r kaufmännische/r Assistent/in Fremdsprachen, den ich voraussichtlich Anfang Juni 2017 abschließen werde.

Da meine derzeitige Ausbildung vollzeitschulisch verläuft, bin ich bestrebt, im Anschluss eine betriebliche Ausbildung anzuschließen. Bei meiner Suche bin ich auch auf Ihr Unternehmen gestoßen.

Zu meinen Stärken zähle ich neben Freundlichkeit und Offenheit auch Teamfähigkeit sowie Engagement und Ehrgeiz beim Bearbeiten und Lösen von Problemen.

Durch meine bisherige Ausbildung fühle ich mich dieser Aufgabe durchaus gewachsen und denke, dass ich Ihr Anforderungsprofil bestens erfülle.

Über eine positive Rückmeldung und eine Vorstellung in einem persönlichen Gespräch würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dominik Hesse, 23 Jahre,

Auszubildender bei den Wirtschaftsbetrieben Lünen*, 3. Ausbildungsjahr, IHK-Azubibotschafter

Interview: Dominik Hesse

Dominik, wie lange hast du an diesem Anschreiben gesessen?

Ich habe schon etwas länger daran gesessen. Dadurch, dass ich sehr viel geändert habe und viele Leute drübergeguckt und ihren Senf dazugegeben haben, sind es schon ein paar Stunden geworden.

Was ist dir besonders schwergefallen?

Besonders schwer ist mir der Einstieg gefallen, was ja eigentlich immer das größte Problem ist. Sobald man den dann hat, geht es eigentlich ganz gut weiter. Ich habe mir viel Hilfe aus dem Internet geholt, was die Sache schon erleichtert hat.

Wie gefällt dir das Anschreiben im Nachhinein?

Internetrecherche ist zwar durchaus hilfreich, das Anschreiben klingt dadurch aber sehr schnell sehr „trocken“, da in Beispielanschreiben viel mit Floskeln gearbeitet wird. Ein Anschreiben sollte natürlich schon eine gewisse Förmlichkeit behalten, eine persönliche Note ist meiner Meinung nach aber auch nicht verkehrt.

Was würdest du Schülerinnen und Schüler für das Abfassen ihrer Anschreiben raten?

Die ersten Bewerbungen sind NIE leicht. Macht euch auf jeden Fall im Voraus Gedanken, was ihr in eurem Anschreiben unbedingt erwähnen wollt. Vorlagen aus dem Internet sind zwar sehr hilfreich, lesen sich aber im Nachhinein dann doch nicht mehr so schön, wie zuerst angenommen. Ich spreche da aus Erfahrung … Fragt auch ruhig Freunde, Familie oder auch Lehrer nach Tipps oder Hilfestellungen.

Profi-Tipp

„Das Anschreiben gehört für uns zu einer vollständigen Bewerbung einfach dazu. Wir bewerten es aber nicht separat, sondern betrachten immer die gesamten Unterlagen. Was mir persönlich sehr wichtig ist: Man sollte auf den ersten Blick sehen, dass sich der Bewerber oder die Bewerberin Mühe gegeben haben. Wenn jemand in einem Anschreiben drei verschiedene Schriftarten benutzt, spricht das nicht für Sorgfalt. Mein Tipp: auf Einheitlichkeit achten!“

Tanja Nollau, stellvertretende kaufmännische Leiterin der

Wirtschaftsbetriebe Lünen und verantwortlich für die Ausbildung der Industriekaufleute

* Die Wirtschaftsbetriebe Lünen GmbH ist ein moderner mittelständischer Dienstleister mit rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Unternehmen kümmert sich insbesondere um Abfallentsorgung, Stadtreinigung, Grünflächenpflege und Straßenunterhaltung. www.wbl.de

Bewerbung um eine Ausbildung als Industrie-Isolierer

Sehr geehrte Frau Schulz,

mit großer Freude habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen. Ich war sehr erfreut, dass Sie in meinem Wunschberuf einen Ausbildungsplatz anbieten.

Nach ausführlichen Gesprächen mit meiner Berufsberaterin und einem Bekannten, der als Industrie-Isolierer tätig ist, habe ich für mich entschieden, dass dieser Beruf meinen Neigungen und Wünschen hinsichtlich meiner beruflichen Zukunft entspricht.

Teamfähigkeit und Ausdauer können Sie als selbstverständlich voraussetzen. Ebenso verfüge ich über einen soliden Wissenshorizont und freue mich, diesen auch während meiner praktischen Arbeitszeit stets zu erweitern.

Denn die Bereitschaft zu lernen, zählt genauso zu meinen Stärken wie eine hohe Motivation, Flexibilität und die Fähigkeit, mich schnell in neuen Bereichen und neuen Teams zurechtzufinden. Gerne bin ich der neue motivierte Auszubildende, der mit großer Lernbereitschaft in Ihrem Unternehmen arbeitet. Selbstverständlich würde ich ein Praktikum absolvieren, damit Sie mich kennenlernen und sich ein Bild von mir machen können.

Da ich 2017 meinen Realschulabschluss auf dem            -Weiterbildungskolleg erfolgreich absolviert habe, arbeite ich zurzeit bei                  als Paketfahrer.

Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen

Fabian Groß, 22 Jahre,

Auszubildender bei Bilfinger OKI Isoliertechnik*, Dortmund, 1. Ausbildungsjahr 

Interview: Fabian Groß

Fabian, wie lange hast du an dem Anschreiben gesessen?

Ich habe immer mal wieder andere Leute gegenlesen lassen und Feinarbeit gemacht. Insgesamt waren es dann vielleicht 1,5 Stunden.

Was ist dir besonders schwergefallen?

Mich als Person zu reflektieren und meine Eigenschaften gut zu beschreiben. Man will ja nicht arrogant rüberkommen, aber trotzdem selbstbewusst.

Was würdest du Schülerinnen und Schüler für das Abfassen ihrer Anschreiben raten?

Ich denke, in einem Anschreiben sollte man zeigen, wer man ist – und nicht unbedingt, was man gemacht hat. Wenn man das Unternehmen als Mensch überzeugt, kann man alles andere doch im Vorstellungsgespräch klären.

Profi-Tipp

„Ein Anschreiben vermittelt uns einen guten ersten Eindruck von der Persönlichkeit eines Bewerbers. Bei Bewerbungen um Ausbildungsplätze im kaufmännischen Bereich ist das Anschreiben durchaus eine Pflichtübung, bei Bewerbern für Ausbildungen im gewerblich-technischen Bereich die Kür. Wer sich da beim Formulieren besonders schwer tut, kann sich gerne kurzfassen oder bei der Bewerbung über unser Online-Portal auf das Hochladen eines Anschreibens verzichten. Wir konzentrieren uns dann auf den Lebenslauf und die Zeugnisse.“

Julia Schulz, HR Business Partner, bei Bilfinger OKI Isoliertechnik

* Die Bilfinger OKI Isoliertechnik GmbH gehört zu den Marktführern im Bereich Isoliertechnik für industrielle und haustechnische Anlagen. Bilfinger ist ein international führender Industriedienstleister. Der Konzern steigert die Effizienz von Anlagen, sichert hohe Verfügbarkeit und senkt die Instandhaltungskosten. www.oki.bilfinger.com

Bewerbung um eine Ausbildung als Floristin

Sehr geehrter Herr             ,

über Ihren Internetauftritt bin ich auf Ihr Ausbildungsangebot aufmerksam geworden. Daher bewerbe ich mich hiermit um einen Ausbildungsplatz zur Floristin in einer Ihrer Bochumer Filialen.

Seit Dezember letzten Jahres arbeite ich für die Firma               im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung als Verkäuferin. Außerhalb meiner Arbeitszeiten pflege ich aktuell noch meinen an Krebs erkrankten Schwiegervater. Um nun meine eigene Zukunft zu gestalten, bin ich auf der Suche nach einer neuen beruflichen Perspektive – einer Ausbildung zur Floristin in Ihrem Unternehmen.

In meiner jetzigen Position als Verkaufsmitarbeiterin bin ich zunächst für die einwandfreie Optik und Präsentation der Waren zuständig – Aufräumen, Sortieren und Verteilen gehört für mich zum Alltag. Zusätzlich zählen der saisonale Umbau, die Warenannahme und natürlich die Kundenberatung zu meinen Tätigkeiten. Abgerundet wird mein Aufgabengebiet durch Kassieren, Etikettieren und Scannen.

In diversen Praktika in verschiedenen Branchen des Einzelhandels konnte ich bereits weitläufige Erfahrungen sammeln. Hierbei hat mir besonders der direkte Umgang mit Menschen gefallen und auch große Freude bereitet. Darüber hinaus habe ich durch das Praktikum in einem Altenwohnheim auch unangenehmere und physisch anspruchsvolle Aufgaben kennengelernt und gemeistert.

Früh habe ich schon gemerkt, dass mir der Umgang mit Menschen große Freude bereitet, insbesondere macht es mich glücklich, Menschen in allen Lebenslagen zu unterstützen. Ob nun bei einer Hochzeit die Blumen den schönsten Tag verschönern oder in Trauerfällen den Verlust eines geliebten Menschen lindern und diesen ehren, möchte ich mit Hilfe von Blumen allen Gefühlen Ausdruck verleihen.

Zu meinen persönlichen Stärken zählt meine Kreativität, speziell das harmonische Farbzusammenspiel und die optische Gestaltung liegen mir äußerst am Herzen. Ebenfalls bin ich teamfähig, aber auch im Stande, meine Aufgaben eigenständig und zügig zu bewältigen.

Auf Ihre positive Rückmeldung freue ich mich sehr. Für ein persönliches Gespräch stehe ich Ihnen jederzeit gern zur Verfügung und überzeuge Sie gerne von meinen Fähigkeiten in einem Praktikum.

Mit freundlichen Grüßen

Michaela Wagner, 23 Jahre,

Auszubildende bei Blumen Risse*, 2. Ausbildungsjahr, IHK-Azubibotschafterin

Interview: Michaele Wagner

Michaela, wie lange hast du an diesem Anschreiben gesessen?

Ich habe zwei Tage daran gearbeitet: Am ersten Tag habe ich grob zusammengefasst, was ich genau reinschreiben wollte. Am zweiten Tag habe ich es dann förmlich ausformuliert. Es war übrigens meine zweite Bewerbung bei Blumen Risse, beim ersten Mal hatte es leider nicht geklappt.

Wie gefällt dir das Anschreiben im Nachhinein?

Nach wie vor sehr gut, denn es spiegelt mich sehr gut wider. Ich würde nichts ändern wollen.

Was würdest du Schülerinnen und Schüler beim Abfassen ihrer Anschreiben raten?

Ich würde ihnen raten, sich nicht unterkriegen zu lassen, wenn sie wirklich in einen Betrieb wollen. Sie sollten sich auch bei einer Absage (im Jahr darauf) ruhig noch einmal bei dem gleichen Betrieb bewerben. Denn Chancen gibt es immer.

* Vor mehr als 50 Jahren eröffnete Blumen Risse den ersten Blumenladen. Inzwischen gehört das Familienunternehmen mit rund 150 Standorten zu einem der größten Einzelhandelsunternehmen im Blumen- und Pflanzenmarkt in Deutschland – vom Blumenladen in der Innenstadt bis zum großen Gartencenter mit 15.000 Quadratmetern Fläche. Die meisten der Floristenfachkräfte und ausgebildeten Gärtner von Blumen Risse haben dort auch ihre Ausbildung absolviert.

Dieser Artikel erschien zuerst im „Treffer“, dem Ausbildungsmagazin der Ruhr Nachrichten.“